Was passiert eigentlich?

Drei aktuelle Analysen – vom britischen Met Office, dem Klimaforscher Zeke Hausfather und dem Team um James Hansen – zeichnen ein einheitliches Bild: Auch 2026 wird global deutlich wärmer als das vorindustrielle Niveau, und bis 2027 könnte ein neuer Temperaturrekord erreicht werden.

Das Met Office prognostiziert für 2026 eine globale Durchschnittstemperatur von etwa +1,46 °C über dem Referenzzeitraum 1850–1900. Damit würde das Jahr zu den vier wärmsten seit Beginn der Messungen gehören. Laut Zeke Hausfather liegt die beste Schätzung sogar leicht höher, bei +1,47 °C (nach der NASA-GISTEMP-Skala), bevor gegen Ende 2026 ein neuer El Niño die Temperaturen weiter anhebt. James Hansen geht noch weiter: Er erwartet nach einer kurzen Abkühlung Anfang 2026 einen Anstieg auf bis zu +1,7 °C im Jahr 2027.

Warum das wichtig ist:

Alle drei Forscherteams sehen damit eine dauerhafte Überschreitung der 1,4 °C-Marke – und eine wiederholte Annäherung an 1,5 °C, das zentrale Ziel des Pariser Abkommens. Die anhaltende Erwärmung ist nicht allein auf natürliche Schwankungen zurückzuführen: Hansen verweist auf die abnehmende kühlende Wirkung von Aerosolen (z. B. durch strengere Luftreinhaltepolitik), während Hausfather einen beschleunigten Erwärmungstrend von 0,27 – 0,31 °C pro Jahrzehnt bestätigt. Das Met Office warnt, dass jedes Zehntelgrad zusätzlich die Risiken für extreme Wetterereignisse und irreversible Kipppunkte erhöht.

Die Ergebnisse zeigen auch, wie stark kurzfristige Klimaeffekte wie El Niño mit dem menschengemachten Trend interagieren. Selbst bei neutralen ENSO-Bedingungen wird die globale Mitteltemperatur heute nicht mehr unter 1,3 °C fallen – ein Niveau, das vor nur einem Jahrzehnt noch als Rekord galt.

Was wir konkret tun können:

Die Prognosen verdeutlichen, dass sich das Zeitfenster zum Erreichen der Klimaziele rapide schließt. Entscheidend sind:

  • Rasche Senkung der fossilen Emissionen – insbesondere durch den Ausbau erneuerbarer Energien und den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas bis spätestens 2035.
  • Politische Priorisierung von Klimaanpassung: Frühwarnsysteme, Hitzeschutzpläne und Katastrophenvorsorge müssen beschleunigt umgesetzt werden.
  • Unterstützung der Klimawissenschaft – unabhängige Forschung und öffentliche Kommunikation, wie sie Hansen, Hausfather und das Met Office leisten, helfen, Fehlinformationen zu begegnen und politische Entscheidungen evidenzbasiert zu gestalten.

Quellen

Hinweise

Dieser Beitrag wurde auf Grundlage dreier unabhängiger wissenschaftlicher Veröffentlichungen (Met Office, Zeke Hausfather, James Hansen) erstellt. Die redaktionelle Synthese erfolgte durch das Netzwerk Klimazukunft unter Einsatz von KI-gestützter Textanalyse, geprüft und eingeordnet durch einen menschlichen Redakteur.

Datenschutz-Übersicht
W4F Logo

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie wenn Du hier Kommentare hinterlassen willst und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.

Unbedingt notwendige Cookies

Unbedingt notwendige Cookies sollten jederzeit aktiviert sein, damit wir deine Einstellungen für die Cookie-Einstellungen speichern können.

Zusätzliche Cookies

Diese Website verwendet die folgenden zusätzlichen Cookies:

  • Wenn Besucher Kommentare auf der Website hinterlassen, sammeln wir die Daten, die im Kommentarformular angezeigt werden, sowie die IP-Adresse , um Spam zu verhindern. Name, Ihre E-Mail-Adresse und andere Einstellungen können in Cookies gespeichert werden. Diese dienen Ihrer Bequemlichkeit, damit Sie Ihre Daten nicht erneut eingeben müssen, wenn Sie einen weiteren Kommentar hinterlassen. Diese Cookies sind ein Jahr lang gültig.
  • Diese Website verwendet Google Analytics, um anonyme Informationen wie die Anzahl der Besucher der Website und die beliebtesten Seiten zu sammeln.Diesen Cookie aktiviert zu lassen, hilft uns, unsere Website zu verbessern.